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Haus H1 Georgenborn

Das schöne Einfamilienhaus steht auf einem großen Hanggrundstück mit Blick auf die Taunus-Anhöhen in Georgenborn. Die einzigen “Mängel” die dieses Anwesen hatte, waren zum einen eine äußerst enge und unschöne Eingangssituation direkt an der Ecke des Haupthauses, zum anderen die fehlende Anbindung des Nebengebäudes. Dieses war zwar relativ geräumig und aufgrund der Hanglage sogar 2-Geschossig, wurde jedoch nur als Abstell- und Lagerfläche genutzt.

Hier lag die Aufgabe für die Architekten auf der Hand: der Eingangsbereich musste dringend aufgewertet werden und das Nebengebäude sollte unbedingt an das Haupthaus angeschlossen werden. Die Bauherren wünschten eine Erweiterung des Haupthauses und im komplett sanierten und umgebauten Nebengebäude fanden im Erdgeschoss ein Büro sowie ein Gästezimmer mit Duschbad Platz, im Untergeschoss wurden die Räume für den späteren Einbau einer Sauna vorbereitet.

Das verbindende Element bildet eine Wandscheibe, die vor die bestehende Außenwand des Haupthauses gestellt wurde. Um deren Wichtigkeit und Leitfunktion zu betonen wurde sie durch den roten Anstrich hervorgehoben. Diese Wand nimmt einerseits den neuen Hauseingang auf, andererseits bildet sie den neu entstandenen Flur, der zum Nebenhaus führt. Hierbei bestand die besondere Schwierigkeit, die genaue Position der Wand festzulegen, weil in der Einfahrt Platz für 2 PKW’s notwendig war, und der neue Eingang sollte auch noch gut erreichbar sein.

Bei der Gestaltung der Räume wurde beim Eingang und beim neuen Büro besonders auf Transparenz wert gelegt. Um den Raumfluss nicht zu stören wurde das Büro lediglich durch eine rahmenlose Glaswand von den anderen Räumen getrennt. Die vorhandene Natursteinwand wurde freigelegt und saniert, durch eine Einfassung mit weißem Putz und eine akzentuierte Beleuchtung wird diese besonders in Szene gesetzt.

Die vorhandene Terrasse des Nebenhauses wurde zum Innenraum, die Außentreppe wurde ebenfalls saniert und kann nun als direkter Zugang vom Erdgeschoss in den Innenhof genutzt werden. Im Untergeschoss wurden die Räume ebenfalls saniert: ein Duschbereich wurde bereits realisiert und die große dreiteilige Fensterfront kann in Zukunft als direkte Verbindung zum Außenbereich der Sauna genutzt werden.

Die neu entstandenen Räume benötigten ein neues Dach, da das Dach über einem Teil des Nebengebäudes marode war, wurde es in diesem Zuge erneuert. Das neue Dach besteht zwar aus einer Holzkonstruktion, wirkt aber wie eine dünne, massive Scheibe, die weit auskragend auch die Vordachfunktion erfüllt.

Auch bei den Außenanlagen ist es gelungen die schlichte und lineare Formensprache fortzusetzen. Gepflasterte Flächen wechseln sich ab mit fein eingefassten Kiesflächen. Die Gesamtwirkung wird durch ein flächiges Tor aus geschliffenen Aluminiumplatten vervollständigt.